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Eritrea TuerEritrea: Verhaftungen nehmen zu

Im Mai führte die Polizei in einer nicht registrierten Kirche eine Razzia durch. Mindestens 122 Christen wurden verhaftet, weil sie Gott anbeteten und Lobpreis feierten.

Die Inhaftieren, darunter Fikadu Debesay und ihr Mann, befinden sich in einem Camp nördlich von Asmara und müssen die brutale Wüstenhitze aushalten. Anfang August starb Fikadu im Gefängnis, der Grund ist unklar. Bei ihrer Beerdigung wurden Angehörige auf Wunden im Gesicht und an der Hand aufmerksam. Augenzeugen sprechen von Zeichen der Misshandlung oder einem starken Sonnenbrand, der möglicherweise zu ihrem frühzeitigen Tod geführt hat.

Viele Christen treffen sich versteckt, um ihren Glauben auszuleben. In Eritrea gelten neben der Orthodoxen auch die Katholische und die Evangelisch-Lutherische Kirche, wie auch Sunniten als behördlich zugelassen. Seit 2002 werden die restlichen Minderheiten, unteranderem auch Freikirchen zur Zielscheibe der Polizei und ins Gefängnis gesteckt. Monatlich werden Christen verhaftet und unmenschlichen Konditionen ausgesetzt, die bereits zu Nervenzusammenbrüchen führten.

Open Doors veröffentlicht jährlich eine World Watch List mit 50 Ländern. in denen Christsein schwierig ist. Eritrea befindet sich 2017 auf dem 10. Platz. Die Situation scheint sich verbessert zu haben, da Eritrea im Jahr zuvor noch den 3. Platz besetzte. Doch weiterhin bleibt die Situation brutal für alle Beteiligten.


Quelle: morningstarnews.org