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bhutanBhutan: Wunder mit Folgen

Während der Weihnachtsfeier stürmt die Polizei das Haus, Pastor F. wird verhaftet. Doch der unliebsame Gefängnisaufenthalt trägt unerwartete Früchte.

Pastor F.* und seine Gemeinde feiern gerade Weihnachten. Plötzlich erhalten sie einen unliebsamen Besuch – die Polizei. Angeblich tauchen die Beamten auf, um zu überprüfen, ob bei der Feier die Corona-Maßnahmen eingehalten werden. Doch weil sie zu ihrem Leidwesen nichts Unrechtmäßiges vorfinden, müssen die Lichter am Weihnachtsbaum als Verhaftungsgrund herhalten. Eine Farce. Seiner Frau kommt später zu Ohren, dass man ihm vorwirft, Leute zur Bekehrung zum christlichen Glauben zu zwingen.

Nichts zu machen
Kurz darauf wird in Bhutan der Lockdown angeordnet, der unter anderem auch die Räder der behördlichen Bürokratie zum Stillstand bringt. Zur Freilassung des Pastors kann gar nichts unternommen werden. Und seine Frau ist weder bereit noch fähig dazu, die geforderte erpresserische Kaution von 2000 Dollar aufzubringen. So streichen die Tage dahin. Tage der Ungewissheit, Tage der Anspannung. Eine besonders dramatische Note wird dem Geschehen durch die Tatsache verpasst, dass der König von Bhutan sich erst kürzlich im staatlichen Fernsehen sehr positiv über die Christen im Land geäußert hat.

Es bleibt nur, zu beten. Diese Form der Einflussnahme wird weitherum, x-tausendfach und mit Hingabe praktiziert. Worauf Gott handelt: Nach einer Haftzeit von 41 Tagen – genauso lange, wie der Lockdown in Bhutan dauert – kommt der Pastor ohne Strafe und ohne eine Gerichtsverhandlung frei – ein Wunder!

Freilassung, Bonus inklusive
Doch Gott hat schon im Vorfeld des Geschehens auf seiner Agenda gehabt, wofür vielleicht gar nicht so intensiv gebetet worden ist: Das unliebsame Ereignis sollte ungeahnte Auswirkungen haben. Denn der Häftling versinkt nicht in Selbstmitleid, sondern tut auch im Knast das, wozu er berufen ist: Pastor sein. Pastor F. sitzt mit sechs weiteren Gefangenen in einer Zelle. Diese sind beeindruckt von seinem Verhalten. Sie nehmen wahr, dass er ungewohnt anders tickt als sie selbst. Dann fragen sie nach dem Grund und liefern unserem Mann die Steilvorlage, ihnen das Evangelium nahezubringen. Offensichtlich bleibt keiner davon unberührt, denn alle sechs Männer nehmen den christlichen Glauben an. Fünf von ihnen sind inzwischen freigekommen und besuchen die lokalen Christentreffen. Und derjenige, der noch vier Jahre im Gefängnis verbleiben muss, bittet den Pastor, seine Eltern zu besuchen, ihnen von Jesus zu erzählen und mit ihnen zu beten. Mit der Auswirkung, dass auch sie zum Glauben kommen. Pastor F. bittet jetzt um eine Verlagerung unseres Gebetsschwerpunkts: »Betet dafür, dass diese neuen Jesusnachfolger in ihrem Glauben vorankommen.«