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Eritrea: Doppelt verschlossenItalien: Liebe in Aktion

Kleiner Einsatz, grosse Wirkung. »Adoptiere eine Familie«. Dieses Projekt von ACP Italia, ermöglicht es Italienern, ihren bedürftigen Landsleuten zu helfen.

Das Projekt »Adotta una famiglia« startet 2017 in der Toskana, in der Kleinstadt Colle Val d’Elsa in der Nähe von Siena. Doch wie kann eine Familie adoptiert werden?

Drei Partner
Evangelikale Freikirchen, die ihren verarmten Mitbürgerinnen und Mitbürgern in der eigenen Wohngemeinde helfen wollen, gehen mit ACP Italia eine Partnerschaft ein. Ziel ist, die Sozialen Dienste als weiteren Akteur ins Boot zu holen. Die Sozialarbeiter weisen den Gemeinden bedürftige Familien zu. Die Freikirchen wiederum bieten Freiwillige auf, die bereit sind zu helfen. Erfahrungsgemäß sind die Sozialen Dienste für die Unterstützung sehr dankbar, da in diesem Bereich meist das Geld fehlt. Und sie vertrauen ACP Italia, welche die Hauptverantwortung für das Projekt trägt und den Gemeinden mit einem Empfehlungsschreiben Gehör verschafft.

Langfristige Unterstützung
Was tun die Gemeinden konkret? Sie verpflichten sich, nach ihren Möglichkeiten eine oder mehrere Familien zu »adoptieren«. Das heißt, sie bauen zu diesen Personen Beziehungen auf und kümmern sich längerfristig um sie. Meist sind es Leute, die durch alle Maschen des sozialen Netzes gefallen sind. Die zugeteilten Familien werden alle zwei Monate mit haltbaren Lebensmitteln beschenkt: Teigwaren, Reis, Mehl, Zucker, Milch, Öl, Süßigkeiten, Kaffee und Konservendosen. Die Gemeinden kommen selbst für die Lebensmittel auf. Oder sie lancieren Aktionen, wie wir sie von den Weihnachtspäckli her kennen: Kunden eines Supermarkts werden im Eingangsbereich angefragt, ob sie einige Artikel mehr einkaufen möchten. Die so gesammelten Lebensmittel und Hygieneartikel werden von den Freiwilligen zu ihren Schützlingen gebracht. Die Supermärkte sind meist kooperativ: Wenn Kunden mehr einkaufen, ist es für sie ein Gewinn. Und auch hier tritt ACP Italia vermittelnd in Aktion.

Den Lebensmut wecken
Je nach Ressourcen der »Pateneltern« schließt die Unterstützung auch Dienstleistungen mit ein: Sind Anwälte, Psychologen, Ärzte oder Versicherungsfachleute unter den Freiwilligen, können sie den bedürftigen Personen zusätzlich mit ihrem Fachwissen zur Seite stehen. Denn es geht auch darum, den auf der Strecke gebliebenen Lebensmut zu aktivieren. Und den Menschen letztlich die Liebe Gottes weiterzugeben, sie mit der guten Nachricht bekannt zu machen.

Sie wollen helfen? Wir sind dankbar für Spenden, damit ACP Italia Engpässe überbrücken kann und weiteren Familien geholfen wird. Bitte Spendenzweck angeben: »Italien Bedürftige«