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News KW 29 ArmenienArmenien: Mit Fleiß und Improvisation
Andreas L. hat einen Sommereinsatz mit AVC in Armenien geleistet – hier sein erfrischendes Feedback für die Daheimgebliebenen!

»Zu meinem Kurzeinsatz in Armenien kam ich durch Gottes Führung. Ich wusste nicht, was in den Sommerferien machen. Am Dienstag fragte ich bei AVC an, am Freitag buchten wir den Flug und am Sonntag landete ich in Armenien. So ultraspontan bin ich noch nie in ein fremdes Land gereist! 

Als Erstes stellte ich fest, dass die Armenier es nicht mögen, wenn man sie zu Asien zählt, da ihre Kultur und Geschichte viel enger mit Europa verknüpft ist. Meinen Einsatz leistete ich in einem größeren Dorf, umgeben von einmalig schönen Hügelketten, welche so aussehen, als hätte sie ein Kind gemalt. Obwohl es Juli ist, liegt auf den höheren Kuppen immer noch Schnee. Tagsüber ist es meist warm, und immer wieder bläst eine kühle, angenehme Sommerbrise.

Wir bereiteten ein großes Areal für Kinderlager und andere Camps vor. Ich mähte Wiesen, jätete Unkraut, rodete und grub, zügelte Materialien und lackierte eine Decke. Die Leute waren sehr fürsorglich und fragten immer wieder, ob ich etwas brauchte. Sie waren sehr fleißig und es wurde echt viel gearbeitet. Die Gastfreundschaft war riesig. Einmal setzte ich mich durch und machte den Abwasch. Die Damen protestieren zuerst heftig, doch letztlich bedankten sie sich überschwänglich dafür. 

Was nehme ich mit von dieser Zeit? Verschiedene Kulturen können voneinander profitieren! Von den Menschen im Osten können wir lernen, wie Lösungen mit sehr beschränkten Mitteln gefunden werden können – groß ist die Improvisationskunst! Da es die perfekten Voraussetzungen hier nicht gibt, macht man mit dem, was vorhanden ist, das Bestmögliche.

Es ist eine enorme Horizonterweiterung, wenn man seine gewohnte, behütete Umgebung verlässt – einen solchen Tapetenwechsel ist jedem ans Herz zu legen. Die körperliche Arbeit und der Einsatz im Team schenken ein Gefühl der Zufriedenheit, und wunderbar ist die Gemeinschaft über Kultur- und Sprachgrenzen hinaus! Der Glaube verbindet mehr als alles andere, und ich erlebte eine fruchtbare Zeit, die ich nie mehr vergessen werde.«