
Ein Gott, der hört
Teilnehmerin Michelle berichtet: »Eines der AVC-Projekte in Moldawien ist ein Heim für Menschen mit Beeinträchtigungen. Pastor Viktor erzählte uns, wie er kurz nach Baubeginn die Nachricht erhielt, das Gebäude wieder an den Staat zurückgeben zu müssen – obwohl ihm die Baubewilligung bereits erteilt worden war. Er war zutiefst erschüttert. Zunächst wollte er niemandem davon erzählen, sondern auf Gottes Eingreifen vertrauen. Er begann zu fasten. Am elften Tag hörte er einen Namen, der ihm völlig unbekannt war. Wie sich herausstellte, gehörte dieser einem Parlamentarier, der zugleich Chef des Geheimdienstes war. Viktor nahm Kontakt mit ihm auf und schilderte ihm seine Not. Und tatsächlich: Mithilfe dieses Mannes gelang es ihm, das Gebäude zurückzugewinnen.«
Teilnehmerin Salome berichtet: »Mein persönliches Highlight war das Kindercamp. Weil wir die Landessprache nicht sprechen, konnten wir uns kaum mit den Kindern unterhalten. Trotzdem hatten wir große Freude aneinander. Am letzten Abend durften die Kinder Geschenke auswählen. Ein Junge entschied sich für Playmobil und eine Bibel. Gemeinsam lasen wir darin. Ich verstand zwar kein Wort Rumänisch. Doch als der Junge auf das Wort Dumnezeu (Gott) stieß, blickte er lächelnd zu mir auf. Ich hatte den Eindruck, dass er im Camp von Gott gehört hatte und sich nun sehr darüber freute, ein Buch zu besitzen, in dem er zuhause mehr über ihn erfahren konnte.«
Teilnehmerin Michelle berichtet: »Wir hatten auch die Möglichkeit, das Waisenhaus unserer AVC-Partner zu besuchen. Das liebevoll geführte Haus mit seiner friedlichen Atmosphäre wirkte auf mich wie ein Stück Himmel auf Erden. Ein älteres Ehepaar kümmert sich dort mit großem Einsatz um 15 Kinder und betet gleichzeitig um Nachfolger. Die Kinder empfingen uns mit offenen Herzen. Ein Mädchen aus unserer Gruppe entdeckte auf einem Foto ein Kind, das sie zuvor im Kindercamp kennengelernt hatte und mit dem sie sich sofort gut verstanden hatte. Dabei erfuhr sie, dass es der größte Wunsch dieses Mädchens war, eine Freundin zu haben, weil es sich oft sehr einsam fühlte. So konnten die beiden ihre Kontaktdaten austauschen und ihre Freundschaft weiterpflegen. Das hat uns alle tief bewegt.«





