
Wenn Kirchen prägen
Wir besuchen die F. F. Church in der pakistanischen Provinz Punjab und trinken Tee im Haus eines Polizeioffiziers. Er ist Christ und erzählt, dass es unter den Offizieren in seinem Revier noch 60 bis 70 weitere Christen gibt. 2012 wurde bei ihm Tuberkulose diagnostiziert. Diese Krankheit schädigte seine Wirbelsäule massiv. Nach viel Gebet und Fasten durfte er Heilung erfahren. Und auch seine Frau, die Brustkrebs hatte, wurde übernatürlich geheilt. Seither hat der Polizist eine starke Salbung als Fürbitter.
Namenschristen im Teufelskreis
Die charismatische Gemeinde wird von Pastor D. geleitet. Sie liegt in einem christlichen Stadtviertel, das von Kriminalität, Gewalt und Korruption geprägt ist und wo es zahlreiche Drogen- und Alkoholabhängige gibt. In Pakistan ist man Christ oder Muslim aufgrund der Geburt und des Glaubens der Eltern, nicht nach seinem persönlichen Glauben. Diese geerbte Religionszugehörigkeit ist auch in den Passdaten vermerkt. Es gibt in Pakistan sehr viele Namenschristen, die Jesus nicht nachfolgen. Generell werden die Christen hier diskriminiert, zum Beispiel haben sie keinen Zugang zu gut bezahlten Jobs. Sie leben in Armut und können ihre Kinder somit nur in billige Schulen mit einem tiefen Niveau einschreiben - was wiederum dazu beiträgt, dass sie später keine gute Arbeitsstelle finden. Es ist ein Teufelskreis, und Christenviertel sind oft Slums.
Gott heilt viele seiner Kinder
Doch in der F. F. Church haben viele Menschen Heilungswunder erlebt. Sie berichten davon, dass mehrere Personen von Tuberkulose oder Krebs geheilt wurden, eine Frau sogar im Endstadium. Ein Bauarbeiter wurde nach dem Gebet der Christen um Pastor D. von einer okkulten Belastung befreit, nachdem sein Flehen bei den Schreinen vieler Moscheen keine Freiheit gebracht hatte.
Friedensgespräche in der Kirche
Die nächste Gemeinde, die wir besuchen, liegt hingegen inmitten eines muslimischen Viertels. Und für dieses durfte sie ein Segen sein. Aufgrund der jahrelangen Nachbarschaft mit den hier lebenden Muslimen, vorwiegend Schiiten, entstand zu diesen ein gutes Verhältnis. Vor einigen Jahren brach direkt vor der Kirche ein gewalttätiger Disput zwischen Schiiten und Sunniten aus, die mit Stöcken, Säbel und Messer aufeinander losgingen. Das Viertel wurde abgeriegelt. Polizei und Militär trafen ein und suchten einen neutralen Ort für die Friedensgespräche. In der besagten Kirche wurde man fündig.



