
Wertvoll
Ahmed* zieht aus beruflichen Gründen von seinem Dorf in eine pakistanische Großstadt. Hier lernt er durch unsere Arbeit Jesus kennen und nimmt ihn in sein Leben auf. Zeitgleich zwingen zu Hause seine Mutter und seine beiden Brüder die gemeinsame Schwester Fatima, einen Cousin zu heiraten, der bereits verheiratet ist. Dies ist eine Praxis der schiitischen Muslime und heißt Mutaa.
Das Konzept von Mutaa wurde vom Propheten Mohammed und seinen Gefährten eingeführt, als sie in den Krieg zogen und ihre Frauen zurückließen. Um ihre körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen, erfanden sie das Konzept der temporären Ehe und bezeichneten diese als islamisch und legal. Dabei werden mit den Frauen der Preis und die Dauer der Ehe festgelegt. Nach Ablauf dieser Zeit kehren die Frauen zu ihren Familien zurück und der Vertrag ist beendet. In Wahrheit ist dies nichts anderes als Prostitution. Heute lehnt die Mehrheit der Muslime Mutaa ab, weil dies nur etwas für Zeiten des Kriegs war. In vielen ländlichen Gegenden in Iran, Irak und Pakistan wird Mutaa aber heute noch praktiziert.
Fatima aber will ihren Cousin nicht heiraten und wendet sich an ihren Bruder Ahmed. Dieser bestärkt seine Schwester und erzählt ihr von Jesus: Was er über die Ehe lehrte und wie er Frauen begegnete. Und dass es im Christentum sehr wertvoll sei, eine Frau zu sein. Enttäuscht von der Art und Weise, wie sie und andere Frauen im Islam behandelt werden, entscheidet sich Fatima, zu ihrem Bruder in die Stadt zu ziehen. Und sie sagt: »Ich möchte Jesus nachfolgen.« Sie wird von der Frau unseres Partners zu Christus geführt und anschließend getauft.
Als ihre Familie entdeckt, wo sie wohnen, kommt sie, um sie zurückzuholen. Ahmed und Fatima weigern sich und die Situation eskaliert. Aus diesem Grund hat ihnen ihr Vermieter, der die beiden anfänglich unterstützte, nun die Wohnung gekündigt. Eine neue Bleibe zu finden ist nicht leicht, da nur Ahmed arbeitet und nicht viel Geld da ist.
* Namen geändert



