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Tag 5 - Indien: Gemeinden unbesiegbar
 

Tag 5 - Burkina Faso: Sein Wille geschehe

»Sein Wille geschehe«
Das waren Pastor R.s* letzte Worte. Danach wurde er zusammen mit Angehörigen und dem Schulaufseher kaltblütig ermordet.

Seine Witwe, Samira* schildert die dramatischen Ereignisse.
»Der Gottesdienst ist zu Ende. Einige sind bereits hinausgegangen, und ich stehe mit meinem Mann noch in der Kirche. Plötzlich stürmt eines meiner Enkelkinder herein und schreit: »Oma, Oma, schau her!« Draußen umzingeln ein Dutzend bewaffnete Männer die Kirche. Dann dringen sie ein. Sie konfiszieren Mobiltelefone und Ausweise, sammeln alle Bibeln ein und fackeln diese samt den Ausweisen ab. Uns Anwesende nehmen sie als Geiseln. Wir rechnen mit dem Tod, können nur noch unser Leben in Gottes Hand legen. Ich höre meinen Mann sagen: ›Wir sind hier, um den Herrn zu preisen. Es soll geschehen, was er will.‹ Dann stoßen die Schergen unsere Männer hinter die Kirche und exekutieren sechs von ihnen durch Kopfschuss. Nur der Neffe meines Mannes überlebt.«

»Warum solche Barbarei?«
Samira wird bis heute von Fragen gequält: »Warum eine solche Barbarei gegen Menschen, deren einziges ›Verbrechen‹ darin besteht, Gott anzubeten?«

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert / nicht genannt

Die frühere französische Kolonie Obervolta wurde 1960 von Frankreich unabhängig. Der seit 1984 verwendete Landesname Burkina Faso bedeutet »Land der aufrichtigen Menschen«. Der Staat gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Muslime. Weitere nennenswerte Gruppen praktizieren Stammesreligionen oder sind Christen. In Burkina Faso wird eine moderate Form des Islam gelebt, sodass über Jahrzehnte eine relative Stabilität und ein spannungsfreies Zusammenleben der verschiedenen Gruppen und Ethnien möglich waren. Leider wird mittlerweile auch Burkina Faso zunehmend von islamistischem Terror gebeutelt, der aus Nachbarländern, vor allem aus Mali, in den Norden des Landes hineingetragen wird. Die Destabilisierung des Landes, das sich aufgrund verschiedener Dürreperioden ohnehin in einer prekären Lage befindet, wird dadurch weiter vorangetrieben.



Wir beten für ...
> Trost und Mut für die Überlebenden, weiter zu machen,
> Umkehr der Mörder zu Jesus Christus,
> Erweckung in Burkina Faso.