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sri lankaSri Lanka: COVID-19 als Türöffner

Als Christ wurde Lakmal in dem streng buddhistischen Dorf bisher stark verfolgt. Nun hat er plötzlich die Möglichkeit, die Hungrigen im Dorf mit Essen zu versorgen.

Panama ist ein zu hundert Prozent buddhistisches Dorf in Südwest-Sri Lanka. Der Priester bekleidet gleichzeitig auch das Amt des Bürgermeisters und duldet weder Christen noch Besuche von Pastoren im Dorf.

Unser Partner beschloss, das Dorf zu besuchen. «Genau dieser Ort braucht die Botschaft von Christus», meinte er. Er reist hin, versammelt einige Leute und erzählt ihnen von Jesus. Während dem Gebet für die Kranken passieren viele Wunder. Eine gelähmte Frau beispielsweise kann augenblicklich gehen.

Bereits ein paar Monate vor diesem Besuch ist ein Mann namens Lakmal mit seiner Frau nach Panama gezogen, um «Koththu», eine begehrte Spezialität, zu verkaufen. Die beiden sind vor einiger Zeit durch eine von uns gegründete Kirche in Zentral Sri Lanka Christen geworden. Lakmal schlägt vor, in seinem Haus christliche Treffen für Interessierte abzuhalten. Doch nur wenige kommen. Als der Bürgermeister, zugleich Priester, davon erfährt, mobilisiert er Leute, die Lakmal und seine Frau verfolgen. Er warnt die Dorfbewohner, weiter Koththu von ihnen zu kaufen.

Als unser Partner daraufhin das Dorf wieder besuchen will, warnt Lakmal ihn, unter keinen Umständen zu kommen, weil ein Mob gegen ihn organisiert worden war. «Ich fuhr trotzdem über einen anderen Weg hin und schlich mich in Lakmal’s Haus. Eine kleine Gruppe von Menschen, die durch Lakmal Jesus angenommen haben, war versammelt und sang Lieder,» berichtet unser Partner. Es dauert nicht lange, da kommt eine Gruppe radikaler Buddhisten zum Haus und will die Versammelten angreifen. Diese beten und singen weiter, bis die Gruppe unverrichteter Dinge abzieht. Lakmal ist sehr mutig und nutzt jede Gelegenheit, Jesus bekanntzumachen. Und der Priester zieht alle Register, um ihm das Handwerk zu legen.

Nun ist auch in Sri Lanka Covid-19 ausgebrochen. Im Dorf gilt strikter Hausarrest. Die meisten Einwohner arbeiten als Taglöhner und haben über Nacht ihren Job verloren. Offiziell können Lebensmittel online bestellen werden, doch ohne Smartphone, Computer und Geld funktioniert dies nicht wirklich. Lakmals Geschäft ist auch vom Lockdown betroffen. Er bemüht sich um eine Sonderbewilligung, damit er Essen an Mittellose verteilen darf – und erhält sie tatsächlich. AVC hat ihm über unseren Partner ca. USD 300.- für Nothilfe zur Verfügung gestellt. Jetzt produziert er «Koththu» auf Hochtouren und verteilt es mit Reis und Fladenbrot zusammen an bedürftige Dorfbewohner. Die Leute sind erstaunt und fragen Lakmal, wieso er dies tut. Er sagt uns: «Das ist eine spezielle, von Gott gegebene Zeit. Jetzt kann ich überall im Dorf Jesus bekanntmachen. Ich bin euch sehr dankbar, dass ihr mir dies mit finanziellen Mitteln ermöglicht.»