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Südsudan: Verzweiflung

Der Staat Südsudan erlangte erst 2011 seine Unabhängigkeit, doch schon wird darüber diskutiert, ihm diese wieder zu nehmen. Der Bürgerkrieg im Land tobt mit unverminderter Gewalt.

Den Menschen im Sudan bleibt nichts erspart. Im Norden droht die massive Verfolgung, im Süden der Hungertod. Seit sich Präsident und Vizepräsident überworfen haben und sich die jeweiligen Stämme blutig bekämpfen, taumelt der Süd-Sudan in eine humanitäre Katastrophe. Menschen verstecken sich vor den marodierenden Truppen irgendwo im Busch und können deshalb ihre Felder nicht mehr bestellen. Hinzu kommt eine anhaltende Trockenheit, die selbst da die Ernte schmälert, wo noch Landwirtschaft betrieben wird. Die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln bricht zusammen und die gestiegenen Preise machen selbst Grundnahrungsmittel zu einem Luxusgut.

Wir versuchen zu helfen und haben dabei  vor allem eine Region im Nordwesten des Süd-Sudan im Blick. Die Stadt Raja liegt im Kampfgebiet und ist von der unsicheren Lage besonders betroffen. Vor knapp drei Jahren konnte dort eine Gemeinde gegründet werden. Im letzten report haben wir von der heiligen Sturheit des Missionars berichtet. Eine Verteilaktion im Frühjahr hat die Gemeindemitglieder und ihre Mitbewohner der Stadt vor dem Schlimmsten bewahrt, aber die Hirse und die Bohnen von damals sind längst aufgegessen und weitere Hilfe dringend notwendig. Wir wollen wenigstens eintausend Familien mit dem Nötigsten helfen. Außerdem sind alle staatlichen Schulen geschlossen. Nehemia hat fünf Lehrer geschickt, die jetzt den Unterricht weiterführen. Die Dankbarkeit ist groß, auch beim moslemischen Gouverneur. „Danke für eure Hilfe, ihr seid die Einzigen, die sich um uns kümmern.“

Bitte helfen Sie mit, dass wir mehr von dieser kostbaren Hilfe leisten können.