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Venezuela: Auf Katastrophenkurs

Die wirtschaftliche Lage ist katastrophal; eine gravierende Schulden- und Wirtschaftskrise und eine daraus resultierende Versorgungsnotlage verursacht Unruhen im Land. Der Internationale Währungsfond prognostiziert eine Inflationsrate von unvorstellbarer einer Million Prozent! Viele Venezolaner verlassen ihr Land und versuchen, in anderen Staaten ein besseres Leben aufzubauen, zumindest jedoch zu überleben. Mit einem begrenzten Projekt haben wir an verschiedenen Orten geholfen.

Die Gemeinde in Palo Negro, in der unser Länderbeauftragter 20 Jahre lang zu Hause war, befindet sich in einem Armenviertel und ist selbst arm. Dennoch betreuen sie unter anderem etwa 900 Kranke, von denen über 650 chronisch krank sind. Diese Leute haben noch nicht einmal theoretisch die Möglichkeit, durch Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Unsere Hilfe hat nicht nur den Leidenden geholfen, sondern gleichzeitig die Christen ermutigen, weil sie sehen, dass sie nicht alleingelassen sind.

Das Pastorenehepaar Jose und Eva Chirinos de Marín leiten das »Haus Anna«. Sie nehmen nicht nur Pflegekinder auf, teils mit schweren chronischen Krankheiten, teils durch traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit psychisch instabil, sondern organisieren dazu noch medizinische und soziale Arbeit in den angrenzenden Stadtteilen von San Antonio de los Altos. Mit der Spende wurde nicht nur jede Menge Essen und Medikamente gekauft, sondern auch ein neuer Wassertank und eine Förderpumpe. Zudem wurde der Transporter repariert, um Lebensmittel und Medikamente befördern zu können.

Unsere Hilfe war vielleicht nur wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, aber sie war ein Lichtblick in der Dunkelheit Venezuelas und im Herzen vieler Menschen.