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News 27 KW Griechenland

Äthiopien: Und plötzlich Witwe

Die ethnischen Konflikte in Westäthiopien, die zu Tod und Zerstörung geführt und um die 250 000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht haben, haben auch Ayunta, Shumate, Ifa und Debala direkt und mit voller Wucht getroffen.

Seit anderthalb Jahren ist Ayantu Dugasa nun Witwe. Ihr Mann, Gudeta Debela, hatte seine Familie wegen der Unruhen nach Nekemte geschickt. Er wollte sie in Sicherheit wissen, hat diese selbst aber nicht mehr rechtzeitig erreicht. Er wurde in Benshangul getötet. Ayantu ist nun mit ihren sechs Kindern allein. Sie hat keine Einkommensquelle oder andere Existenzgrundlage. Sie konnte ihre Kinder nicht ernähren, kleiden und zur Schule schicken.

Auch Shumate Mokkonen hat bei den Unruhen ihren Mann verloren, ist mit fünf Kindern zurückgeblieben. Sie ist emotional sehr mitgenommen.

Ebenso wie Ifa Wakishum und Debala Wakishum. Die beiden Brüder mussten während der gewalttätigen Auseinandersetzungen mitansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen getötet wurde.

Sie alle sind dankbar für den Beistand. Aber es ist auch deutlich, dass sie mehr als nur materielle Hilfe benötigen.