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Italien: Die Armut wächstItalien: Die Armut wächst

Auch in Italien war bis vor Kurzem das Leben eher ruhig und gelassen. Dann, wie aus dem Nichts, gab es dieses plötzliche Erwachen und es schien, als ob man in einer anderen Welt angekommen sei. Eine Welt, die nicht mehr so ist wie gewohnt, und welche möglicherweise auch nie mehr so sein wird.

Seit dieser einschneidenden Veränderung sind ein paar Monate vergangen und die Italiener fragen sich immer noch, wie das passieren konnte. Sie waren es gewohnt, viel Zeit draußen auf den Piazzas, in den Pärken und den Kaffeehäusern zu verbringen und mussten auf einen Schlag zu Hause bleiben. Das soziale Leben kam beinahe zum Erliegen. Erst jetzt, mit den ersten Lockerungen, verbessert sich die Situation und man trifft wieder mehr Menschen auf den Straßen.

Die Quarantäne hat bleibende Spuren hinterlassen. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und mussten den Gang zu den bereits vor der Krise völlig überlasteten Sozialdiensten antreten. Italien ist im Grunde genommen kein armes Land. Die Armut hat jedoch weiter zugenommen. Weit mehr Menschen als vor der Coronakrise haben Mühe, sich und ihre Familien über die Runden zu bringen.

ACP Italia will sich dieser Herausforderung stellen. Während der Krise haben wir zahlreiche Familien mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern unterstützt. Dies wollen wir weiterhin tun und der wachsenden Zahl von Bedürftigen physische und geistliche Hilfe leisten. Wir werden unsere Aktivitäten für die Sammlung von Hilfsgütern intensivieren und sowohl in Kirchgemeinden wie auch in Läden, Mini-Markets und Grossverteilen gezielte Sammelaktionen starten. Erste positive Erfahrungen durften wir mit Lidl in Torino bereits machen. Jetzt stehen Parma und Napoli an, dies mit der Unterstützung lokaler Partner wie 'La finestra del sole'.