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Kachipo

Die Kachipo: Wer lesen kann, wird Bürgermeister

Im südsudanesischen Grenzgebiet zu Äthiopien leben die Kachipo, manchmal auch Suri genannt, fernab der Zivilisation. Durch unsere Evangelisten haben sie erstmals von Jesus gehört - und lernen lesen und schreiben.

Eineinhalb Tage Fußmarsch trennen die Kachipo von der nächsten größeren Ansiedlung. Dies ist sicher einer der Gründe, warum sie bis vor wenigen Jahren "unerreicht" waren. Jetzt arbeiten vier unserer Mitarbeiter unter dieser Gruppe. Eine Gemeinde ist entstanden und in der provisorischen Grundschule lernen erstmals Kinder und Jugendliche lesen und schreiben.

Große Herausforderungen bestehen durch die Abgeschiedenheit und das Fehlen jeglicher zivilisatorischer Annehmlichkeiten. Sauberes Wasser ist Mangelware und Elektrizität nur über eine kleines Solarpanel verfügbar. Mobiltelefone eigenen sich höchstens als Fotoapparate, mangels Netzabdeckung nicht aber zum Telefonieren. Immer wieder flammen Konflikte mit benachbarten Stämmen auf, sei es wegen Rindern, Feldprodukten oder Frauen.

Mit dem Evangelium hat aber auch Veränderung begonnen: immer wieder werden die Evangelisten dort bei Streitigkeiten hinzugezogen. Oft gelingt eine Schlichtung. Gewalt ist nicht mehr die einzige Option bei Streitigkeiten.

Als nächster Schritt steht jetzt die Aufzeichnung von Bibelteilen als Audiodatei an. Hören geht immer, aber längst können noch nicht geügend viele der Kachipl lesen, als dass sich das Drucken der Bibel lohnen würde.