indonesienNotleidende de

 

indonesie3.2 slHerz für Straßenkinder

Misshandelt und vertrieben
Offiziell leben in Indonesien 300 000 Kinder auf der Straße; die Dunkelziffer liegt jedoch weit höher. Straßenkinder werden nicht als Hilfsbedürftige betrachtet, sondern als Ruhestörer. Sie schlagen sich mit Betteln, Diebstahl, Prostitution und Gelegenheitsjobs durch, verdrängen ihr Elend mit Klebstoffschnüffeln und Drogenkonsum. Sie sind schutzlos, werden misshandelt, missbraucht und vertrieben.

Willkommen und geliebt
In Selambo, einem Vorort von Medan, hat AVC ein Zentrum für Straßenkinder eingerichtet. Anstoß dazu war die Ermordung von acht Kindern, mit denen wir in Kontakt waren. Seither finden misshandelte und verletzte Kinder hier Aufnahme. Wenn auch nicht alle, denn der Bedarf an Plätzen übersteigt unsere Kapazitäten bei Weitem. Neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln bieten wir denjenigen, die eine Schule besuchen, Hausaufgabenhilfe an, damit sie den Anschluss in der Schule nicht verlieren. Zwei von ihnen können inzwischen dank unserer Hilfe an der Universität studieren – eine Chance, dem Elend zu entkommen, von der Straßenkinder sonst nur träumen können.

Kindergärten als Prävention
Beide Elternteile von Kindern sind oft zu harter Arbeit gezwungen, um ihre Familien – mehr schlecht als recht – über die Runden bringen zu können. Ihr Nachwuchs bleibt auf sich selbst gestellt und droht zu verwahrlosen.

Um Kinder davor zu bewahren, auf der Straße zu landen, hat AVC das Zentrum in Selambo um drei Kindergärten und eine Grundschule erweitert.

Die Kindergärten und die Grundschule sind Anlaufstellen, in denen Kinder aufgefangen werden. Mehr als 200 können wir in unseren Einrichtungen betreuen, sie auf die Schule vorbereiten. Wir versorgen sie mit Nahrung, Kleidung und bei Bedarf mit medizinischer Hilfe. Die Kids schätzen diese Hilfe, ganz besonders den liebe- und respektvollen Umgang.