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Als Analphabeten zurück nach Syrien?
Das Leben in den Flüchtlingslagern ist monoton, langweilig und von Perspektivenlosigkeit durchzogen. Die engen Verhältnisse in den Notunterkünften erlauben es den Kindern nicht, sich ihrem Alter entsprechend zu entfalten. Und die Aussicht, nach Jahren im Flüchtlingscamp als Analphabeten nach Syrien zurückzukehren, ist wenig erbauend.

Schulen für Flüchtlingskinder
Mitte 2013 hat AVC eine erste Schule in der Küstenregion gestartet. Der geregelte Ablauf und Schulunterricht macht den Alltag für die Flüchtlingskinder erträglicher, weckt Hoffnung und regt den Verstand an. Die Lehrerinnen und Lehrer sind Syrer und unterrichten anhand des syrischen Lehrplans, damit die Kinder bei der Rückkehr möglichst nahtlos den Anschluss finden. Sollten sie irgendwann wieder ein normales Leben führen können, haben sie vielleicht die Möglichkeit, eine Universität zu besuchen.

Gegenwärtig unterrichten wir 160 Kinder. Die neun vollzeitlich angestellten Lehrerinnen und Lehrer und weiteren Mitarbeiter – ebenfalls Flüchtlinge aus Syrien – generieren in ihrer Funktion ein eigenes Einkommen und sind nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen. Der Unterhalt dieser Schule verschlingt monatlich 10 000 EUR.

Im Bekaa-Tal ist eine weitere Schule gegründet worden.