News Indonesien
30. September 2026

Mein Zuhause für Gott

INDONESIEN
Eine junge Gemeinde in Indonesien wächst schneller, als der Platz es zulässt. Die Lösung beginnt mit einem Geschenk und endet mit einem Wunder.

Sonntagmorgen. Während des Lobpreises lässt Alina* ihren Blick durch den Raum schweifen, in dem sich ihre Gemeinde versammelt. Freude und Sorge liegen nah beieinander: So viele Menschen sind gekommen, doch mehr passen nicht hinein. Dabei ist der Auftrag, den sie von Gott empfindet, noch lange nicht erfüllt.

Nach theologischem Studium und praktischer Ausbildung begann ihr Weg in die Gemeindegründung. Ihre Predigten tragen Frucht, immer mehr Menschen kommen zum Glauben.

Nach dem Gottesdienst folgt das Übliche: alle herzlich verabschieden, aufräumen, dann schnell etwas essen. Schließlich ist Alina ja bereits zu Hause! Dass sich die Gläubigen in ihren eigenen vier Wänden treffen, ist kein Problem. Im Gegenteil, dahinter steht eine feste Überzeugung: Gott möchte bei jedem Einzelnen zu Hause sein. Mit ihrem offenen Haus will sie darin ein Vorbild sein und diese Botschaft möglichst vielen Menschen weitergeben.

Bisher ist das gut gelungen. Doch inzwischen platzt das Wohnzimmer aus allen Nähten. Nach einer Zeit des Gebets sucht die Gemeindegründerin das Gespräch mit einigen Leitern ihres Vertrauens. Diese sind dankbar für die offene Tür ihrer Gastgeberin, und gemeinsam fällt der Entschluss: Wir bauen ein Gemeindehaus!

Einer der Leiter hat eine Idee: Ein regelmäßiger Besucher besitzt ein Stück Land. Die Antwort auf die Anfrage kommt prompt: »Es wäre mir eine Ehre, euch dieses Land zur Verfügung zu stellen.« Die Freude im Team ist riesig.

Mit diesem Rückenwind geht Alina zur örtlichen Verwaltung und beantragt, auf dem Grundstück eine Kirche bauen zu dürfen. Die Beamten sind zunächst skeptisch und stellen viele Fragen. Jede Antwort will genau abgewogen sein. Einige Zeit vergeht, dann kommt tatsächlich die Genehmigung. In Indonesien ist das alles andere als selbstverständlich: Wer eine Kirche bauen will, braucht unter anderem Unterschriften aus der Nachbarschaft und die Zustimmung mehrerer Stellen. Viele Gemeinden warten jahrelang, manche vergeblich. Für Alina ist die Zusage ein Wunder.

Nun ist die Hoffnung groß, dass der Bau noch in diesem Jahr fertig wird. Bis dahin bleibt das Wohnzimmer das Gotteshaus. Und auch wenn bald ein größeres Gebäude bereitsteht, ist für sie klar: Nicht nur ihr Zuhause, sondern ihr ganzes Leben gehört Gott.

*Name geändert

News IndonesienNews Indonesien


Informiert bleiben

Jedem Engagement geht der Wunsch voraus, informiert zu bleiben. Wir haben verschiedene kostenlose Angebote für Sie, digital und gedruckt. Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Slogan Footer
Sprachwahl DE / EN