
Das Wunder von Pata Island
Versammlungen wurden überwacht, Einschüchterungen gehörten zum Alltag. Unser Partner Pastor Junie musste zeitweise fliehen. Bevor er ging, sagte er seiner Gemeinde: «Versammelt euch weiter! Betet weiter! Verliert nicht den Glauben!»
Was folgte, waren zwei Jahre voller Anspannung. Führende Vertreter der Tausug-Muslime stürmten eine Versammlung und warnten die Gläubigen unmissverständlich: Wer weitermacht, riskiert sein Leben. Ein Gemeindemitglied sagte später: «Wir waren vor Angst wie gelähmt.» Doch Pastor Junie ließ seine Herde nicht los. Heimlich traf er sich mit ihnen, stärkte sie und erinnerte sie: «Habt keine Angst! Bittet Gott um Weisheit!» Und genau das taten sie. Sie versammelten sich weiter – im Verborgenen. Sie beteten für ihre Insel. Sie warteten auf Gottes Eingreifen.
Als die Kommunalwahlen näher rückten, schien alles gegen sie zu stehen. Zur Wahl standen ausgerechnet jene Männer, die für ihre Bedrängnis verantwortlich waren – der ehemalige Bürgermeister und der Inselvorsteher von Pata. Pastor Junie betete: «Herr, lass deine Kinder nicht länger unter denen leiden, die dich ablehnen.» Dann kam das Ergebnis – und niemand hatte damit gerechnet: Alle Kandidaten aus dem Lager der Verfolger verloren. Jeder einzelne. Sie verloren ihre Ämter, ihren Einfluss – und verließen schließlich die Insel.
Heute wächst die Gemeinde. Was die Geflüchteten zurückließen, wurde zum Segen für die Christen.
Für Pastor Junie war es mehr als ein politischer Wechsel. Es war ein sichtbares Zeichen: Gott schützt, versorgt, handelt und tut mehr, als wir uns vorstellen können. Die Gläubigen auf Pata beten nicht nur für ihre eigene Sicherheit. Sie beten, dass Gottes Reich auf ihrer Insel sichtbar wird. Ihre Geschichte ist nicht vorbei. Sie fängt gerade erst an.



