06. Juli 2026

Aktuelle Infos zur Katastrophenhilfe von AVC

VENEZUELA
Am 24. Juni 2026 erschütterten zwei schwere Erdbeben den Nordosten Venezuelas. Tausende Menschen werden derzeit noch vermisst, mehr als 3000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Dunkelziffer dürfte erheblich höher sein. In den Medien sind erschütternde Szenen zu sehen und zu hören: Menschen, die verzweifelt nach Hilfe rufen. Bereits am ersten Tag nahmen wir Kontakt zu unseren Partnern in Brasilien auf, die geografisch näher am Geschehen sind. Durch ihre Unterstützung konnten wir schnell verlässliche Ansprechpartner direkt vor Ort erreichen. Unser Ziel ist es nun, die betroffenen Gebiete gezielt zu unterstützen – sowohl durch finanzielle Hilfe als auch durch praktische Einsätze und seelsorgerische Begleitung. Über unsere Fortschritte sowie geplante Maßnahmen werden wir regelmäßig hier im Blog berichten. (Zuletzt aktualisiert am 06.07.2026 12:45 Uhr)

Team unterwegs nach Venezuela

6. Juli 2026

Heute Morgen ist ein dreiköpfiges AVC-Team nach Venezuela aufgebrochen. Die lange Reise führt sie direkt in das vom Erdbeben betroffene Gebiet, wo sie mit Rev. Lewis Rodriguez zusammentreffen werden. Er wird ihnen ein aktuelles Update zur Lage der Gemeinden und der Region geben.

Aufgrund der hohen Ansteckungs- und Kontaminationsgefahr vor Ort führt das Team Masken, Handschuhe und Hygieneprodukte mit sich. Darüber hinaus stehen die nötigen Mittel zur Verfügung, um so vielen Menschen wie möglich vor Ort zu helfen.

Vielen Dank für die großzügige Unterstützung, die wir in den letzten Tagen erhalten haben – sei es durch Finanzen, persönliche Nachrichten an unsere Mitarbeiter oder durch das Gebet.

Weitere News folgen, sobald das Team sich mit Rev. Rodriguez getroffen hat.

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Wir konnten ein direktes Gespräch mit Reverend Lewis Rodriguez führen, dem Superintendenten der Assemblies of God Venezuela. Sein Bericht ist herzzerreißend:

  • 33 Gemeindegebäude der Assemblies of God sind komplett zerstört.

  • Hunderte ihrer Mitglieder haben ihr Leben verloren. Eine einzelne Gemeinde beklagt den Verlust von über 100 Gemeindegliedern.

  • Die staatliche Unterstützung bei den Bergungsarbeiten und der Versorgung der Überlebenden ist völlig unzureichend. Es fehlt am Nötigsten: Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel sind kaum verfügbar. Auch in Krankenhäusern herrscht ein dramatischer Mangel an medizinischem Grundbedarf, wie etwa Handschuhen und Masken.

Unser Engagement und unsere Strategie

Als AVC haben wir sofort einen Nothilfe-Aufruf gestartet. Da die wirtschaftliche Lage in Venezuela bereits vor der Katastrophe extrem schwierig war – Banküberweisungen sind faktisch nutzlos, da Bargeldabhebungen selbst unter normalen Umständen massiv limitiert sind – haben wir uns für einen direkten Weg entschieden:

  • Schnelle Hilfe: Wir entsenden bereits nächste Woche eine kleine Gruppe vor Ort, um die gesammelten Finanzen persönlich zu überbringen.

  • Beschaffung: Die Mittel werden genutzt, um Hilfsgüter direkt vor Ort zu kaufen. So stellen wir sicher, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, ohne durch bürokratische oder finanzielle Hürden blockiert zu werden.

Wie ihr helfen könnt

Wir rufen nicht nur zu einer einmaligen Nothilfe auf, sondern sehen unsere Aufgabe darin, unseren Geschwistern und den zerstörten Gemeinden langfristig zur Seite zu stehen, um ihnen beim Wiederaufbau und in dieser schweren Zeit der Trauer und des Verlusts beizustehen.



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