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Tag 4 - Nigeria: Das Töten geht weiter

Tag 4 - Nigeria: Das Töten geht weiter

In Nigeria kommt es seit vielen Jahren immer wieder zu blutigen Übergriffen seitens muslimischer Extremisten (Boko Haram und Fulani). Die Häufung dieser Morde ist derart, dass Tote auch schon in Massengräbern beigesetzt werden mussten.

Unsere Interventionen auf politischer Ebene, u.a. bei der deutschen Bundesregierung, sind bisher erfolglos geblieben. So haben wir Nigeria erneut besucht und ausgelotet, wie wir als AVC den verfolgten Christen im Land helfen könnten.

Gashish zum Beispiel liegt rund 50 km südlich von Jos, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Plateau. Die AVC-Mitarbeiter besuchen unter starkem Polizeischutz die neu aufgebaute Kirche der dortigen Gemeinde. Zwei Jahre zuvor ist sie von Fulani zerstört worden. Dutzende Menschen sind ums Leben gekommen. Die Überlebenden haben in einer Schule notdürftig Unterkunft gefunden. Seither versuchen sie, ihre zerstörten Häuser und ihre Leben wieder aufzubauen. Andere Dörfer sind von den Christen aufgegeben worden. Gashish bildet da schon fast die Ausnahme. An einer Konferenz mit über einhundert Teilnehmenden, die meisten von ihnen Pastoren, erfahren wir Genaueres. Wir hören erschütternde Berichte von den mörderischen Übergriffen, die das Leben der meisten Anwesenden auf dramatische Weise getroffen haben.

Entgegen der »offiziellen« Lesart, handle es sich nicht um einen Kampf um Ressourcen, sondern um eine gezielte »Säuberung« Zentralnigerias von Christen. Die Vertreter der »Ressourcentheorie« kommen in Erklärungsnot, wenn sie begründen sollen, warum jeweils Christen ermordet, deren Häuser und Kirchen niedergebrannt werden, während muslimische Nachbarn ungeschoren davon kommen.

Unser Anliegen ist, unsere Kontakte mit Nigerias verfolgten Christen ausbauen und konkrete Hilfe leisten zu können. Die Zusage, dass wir wiederkommen würden, wurde mit großer Freude aufgenommen.

Wir beten für ...
> ein Ende der von den Fulani und Boko Haram ausgehenden Gewalt.
> die Versorgung der Christen, die bei Überfällen oder durch Flucht alles verloren haben.
> Standhaftigkeit der Christen.