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Tag 7 - China: Schlimmste Verfolgungswelle seit zwei Jahrzehnten

Tag 7 - China: Die Ära des digitalen Segens geht zu Ende

Seit ihrer Gründung im Jahr 1921 propagiert die Kommunistische Partei Chinas den Atheismus als Weg der Aufklärung und brandmarkt »Religion als Opium für das Volk«. Hunderttausende von Christen wurden in den vergangenen 100 Jahren verfolgt, verhaftet, in Einzelhaft gesteckt, gefoltert, getötet. Bis heute werden ihre Kirchen zerstört, Kreuze abgerissen, Hauskirchen überfallen, Bibeln und Gesangsbücher verbrannt. Trotz allen Bemühungen, das Christentum auszurotten, wächst die chinesische Untergrundkirche Schätzungen zufolge täglich um Hunderte von Menschen an, die zu Jesus Christus finden.

In diesen zehn Jahrzehnten der Verfolgung haben die Christen Chinas immer wieder eine erstaunliche Kreativität an den Tag gelegt, um der staatlichen Kontrolle zu entgehen, im Glauben zu wachsen und Gemeinschaft zu leben. Jüngst brach mit Aufkommen des Smartphones die Ära des großen digitalen Segens an: Bibel-Apps eröffneten den Zugang zu Evangelium und christlicher Literatur, Chat-Foren und digitale Hauskreise verbanden die Christen im In- und Ausland, Streams beförderten Worship-Musik und Predigten ins Haus.

Doch diesen Aktivitäten setzte die Regierung ein jähes Ende. Die »große chinesische Firewall« blockiert den Zugang zu Online-Bibeln, Websites christlichen Inhalts, internationalen sozialen Medien und sicheren Netzverbindungen (VPNs), und christliche Apps sind aus den App-Stores verbannt.

Was noch vor Kurzem der Freiheit diente, wandelt sich zunehmend zu einem Instrument der Repression: Alle digitalen Kanäle der Kommunikation werden von der Regierung zur Überwachung der eigenen Bevölkerung eingesetzt. Das Smartphone ist mit dem Identitätsausweis verbunden und trackt Kontakte, Standorte und Aktivitäten eines jeden. Die Nutzung öffentlicher Transportmittel etwa erfordert das Einlesen eines QR-Codes usw.

Die Zeit des digitalen Segens neigt sich in China dem Ende zu. Die Gemeinde wird neue Wege finden. Helfen wir ihr, indem wir für sie beten.

Wir beten, dass …
> die chinesischen Christen in der Verfolgung standhaft bleiben,
> ihnen Kontrolle und Propaganda nichts anhaben können,
> sie immer wieder neue Wege finden, den Glauben an Jesus zu leben.