News Afghanistan
08. April 2026

Eine weite Reise

AFGHANISTAN
Geflüchtet, vertrieben, ausgewandert: Menschen nehmen weite Wege auf sich, um anderswo Heimat und Zukunft zu finden. Manchmal nimmt diese Reise eine unerwartete, doch hoffnungsvolle Wendung.

Ali* kam als Flüchtling aus Afghanistan nach Österreich. Dort hörte er das Evangelium und wurde Christ. Sein Plan war, in Österreich zu bleiben und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Doch als seine Verlobte Myriam in Afghanistan schwer erkrankte und an einer unstillbaren Blutung litt, betete Ali und fragte den Herrn, was er tun solle. Gott schenkte ihm Frieden und eine klare Wegweisung, und er entschied, nach Afghanistan zurückzukehren.

Myriam war tief bewegt, dass Ali dieses Opfer brachte und zu ihr zurückkehrte. In Afghanistan konnte Ali sich um Myriam kümmern und ihr sogar das Evangelium weitergeben. Dennoch blieb die Krankheit trotz ihres Vertrauens auf Gott eine Herausforderung.

Als die Taliban kamen, mussten die beiden in die Türkei fliehen. Die Gemeinde dort nahm sie liebevoll auf. Myriam wuchs im Glauben und erkannte, dass Jesus heilt. Durch die Gebete der Gemeinde vertraute sie dem Herrn vollkommen, und Gott heilte sie auf wunderbare Weise vollständig.

Obwohl sie nicht in der Türkei bleiben konnten, öffnete Gott ihnen die Tür nach Griechenland, wo wir sie trafen. Wir freuten uns sehr zu sehen, wie ihr Glaube gewachsen war. Heute leiten Ali und Myriam eine kleine Gemeinschaft im Flüchtlingslager, die sich wöchentlich trifft. Wir waren zutiefst gesegnet, mit ihnen und den neuen Gläubigen, die durch sie zu Christus gefunden haben, Gott anzubeten und die Bibel zu studieren.

* Namen geändert

Symbolbild; Quelle: unsplash

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