Report News Turkmenistan
November 29 2024

Blüten in der Wüste

TURKMENISTAN
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Im Jahr 2000 versucht Jamal*, ein schwer drogenabhängiger junger Mann, von den Fesseln seiner Sucht loszukommen. Doch was er auch unternimmt, die Abhängigkeit und die Zwänge holen ihn immer wieder ein. Er ist innerlich zerrissen. Während dieser Zeit lernt er ein junges Mädchen namens Arisha* kennen. Natürlich wird ihre Begegnung von der traurigen Realität seiner Abhängigkeit überschattet.

 

Kurz nachdem sie Jamal kennengelernt hat, trifft Arisha eine Freundin, die eine Hauskirche besucht. Sie erzählt Arisha von ihrem Glauben an Jesus Christus und lädt sie zu einem Gottesdienst ein. Arisha willigt ein. An jenem Tag erlebt sie eine persönliche Begegnung mit Jesus und vertraut ihm ihr Leben an. Von nun an beginnt sie, intensiv und ausdauernd für ihren Freund zu beten: »Jesus, befreie ihn von der Knechtschaft der Drogen!«

 

Kompletter Richtungswechsel

Schließlich ist Jamal eines Tages bereit, zu einem Hauskreistreffen mitzukommen. Dort greift Jesus in Jamals selbstzerstörerischen Lebensweg ein. Diese Begegnung verändert sein Leben, denn Jamal wird auf übernatürliche Weise von seiner Drogenkrankheit geheilt. Von nun an besuchen Jamal und Arisha gemeinsam alle Treffen der Gemeinde und nehmen aktiv am Gemeindeleben teil. Nach einigen Monaten folgen sie dem Ruf, Gott zu dienen und in der Kirche mitzuarbeiten.

 

Priorität: Dienst mit Kindern

Heute sind die beiden schon lange verheiratet, haben drei Kinder und leiten die Gemeindebewegung in Turkmenistan, deren genaue Größe nur schwer zu ermitteln ist. Hier dienen sie mit Hingabe ihrem Herrn und Retter Jesus Christus. Jamal schreibt über die Gemeinde in seinem Land: »Wir sind in Turkmenistan in mehreren Regionen tätig: im Westen, im Norden und im Südosten unseres schönen Landes. Der Dienst mit Kindern, Teenagern und Jugendlichen liegt uns sehr am Herzen und hat hohe Priorität für uns. Wir engagieren uns auch im sozialen Bereich, geben den Hungrigen zu essen und unterstützen bedürftige Familien mit Lebensmitteln. Dadurch spüren die Menschen ganz praktisch, dass Gott sie nicht vergessen hat und dass sie ihm wichtig sind. Und wir können so etwas sein wie eine Visitenkarte Gottes für unsere Nachbarn, die von Armut betroffen sind.«

 

Transparenz und Heilung

Ihre Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf die Stadt Turkmenabat, da Jamal und Arisha hier eine staatliche Zulassung für religiöse Aktivitäten haben. Wann immer möglich, suchen sie den Dialog mit den Behörden, damit diese aus erster Hand über das Engagement ihrer Kirche Bescheid wissen. In ihrer Gemeinschaft gibt es viele Menschen, die wie Jamal früher drogen- oder alkoholabhängig waren. »Einige von ihnen wurden von schlimmen Krankheiten geheilt oder von dämonischen Belastungen befreit«, berichtet Jamal.

 

Jedes Jahr führt das Leiterehepaar auch Veranstaltungen für Frauen sowie Jugendkonferenzen durch. Durch Bibelstudien machen sie die Teilnehmenden mit dem Wort Gottes vertraut. An den Sonntagsversammlungen nehmen zurzeit etwa 70 bis 120 Personen teil, und an Feiertagen reisen bis zu 200 Personen aus anderen Städten, Bezirken und Dörfern an. Weit über die Hälfte der Gottesdienstbesucher sind Turkmenen, also Einheimische. »Gott liebt Turkmenistan!«, sagt Jamal voller Freude. »Die Botschaft seiner Liebe möchten wir in Wort und Tat unseren Generationen weitergeben.«

 

Mutig Hindernisse überwinden

AVC ist dankbar für den Kontakt mit der jungen turkmenischen Kirche. Wir unterstützen sie, indem wir für sie beten, ihnen humanitäre Hilfe zukommen lassen und ihnen beim Aufbau der Kirche helfen, was nicht frei von Hindernissen ist. Leider ist es teilweise immer noch schwer für Gemeinden, eine offizielle Registrierung zu erhalten. Auch wurde in der Vergangenheit vor allem in den Dörfern die Verkündigung des Evangeliums als »Christianisierung« gebrandmarkt. Wenn Muslime Christen werden, droht die soziale Ausgrenzung durch Familie und Freunde. Doch die Christen lassen sich davon nicht aufhalten. Mutig »bewässern« sie weiterhin ihr Land.

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